Schlaganfall - Durchblutungsstörungen des Gehirns

Durchblutungsstörungen des Gehirns sind meist auf eine Mangeldurchblutung, seltener auf das Platzen eines Blutgefäßes im Kopf zurückzuführen (Schlaganfall). Die Symptome setzen schlagartig ein und äußern sich in halbseitigen Gefühlsstörungen, halbseitigen Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen.

 

Schlaganfall - sofort Hilfe holen!   

Sie müssen in diesem Fall unverzüglich die Rettung verständigen bzw. ein Spital mit neurologischer Abteilung aufsuchen.

Manchmal bilden sich die Beschwerden innerhalb von Minuten oder Stunden wieder völlig zurück. Auch in diesem Fall ist eine umgehende Untersuchung und Behandlung in einer neurologischen Fachabteilung unbedingt erforderlich. Es kann sich um den Vorboten eines Schlaganfalls handeln!

Der Schlaganfall ist die häufigste neurologische Erkrankung, die zu bleibender Behinderung führt. Die Risikofaktoren für einen Schlaganfall sind gut bekannt, ebenso sind es die Möglichkeiten, einem Schlaganfall vorzubeugen.
 

Schlaganfall-Vorsorge

Rauchen, hoher Blutdruck, Zuckerkrankheit, erhöhte Blutfettwerte, Herzrhythmusstörungen und andere – beeinflussbare – Faktoren erhöhen das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Mit Hilfe einer Vorsorgeuntersuchung sollten Personen über 50 Jahre ihr individuelles Schlaganfallrisiko abklären lassen. All jene, die einer Risikogruppe angehören, bedürfen regelmäßiger Kontrollen. Im Zentrum der therapeutischen Bemühungen steht die Behandlung von Erkrankungen, die das Schlaganfallrisiko erhöhen. Große Bedeutung kommt dabei der Anpassung des Lebensstils zu.


Schlaganfall-Nachsorge

Nach einem Schlaganfall gilt es die Risken für einen neuerlichen Schlaganfall so gering wie möglich zu halten. Bleibt eine Behinderung bestehen, ist es das Ziel, die Rehabilitationsmaßnahmen auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus bzw. Rehabilitationszentrum fortzusetzen und gemeinsam mit den Angehörigen zu lernen mit der neuen Situation im Alltag zurechtzukommen.

 

Vorbeugung und Nachsorge bei Schlaganfall und Durchblutungsstörungen des Gehirns - fragen Sie
Univ. Prof. Dr. Christian Wöber